Es spielen Professor Grigory Gruzman, Olga Chelova und der Klavierschüler Ben Lepetit.
Das Konzert ist Teil des Mörfelden-Walldorfer Musikfestivals, das 2024 von der Pianistin und Komponistin Olga Chelova ins Leben gerufen wurde. Dies ist ihr — wie auch Prof. Gruzman — eine besonderes Anliegen. Die Konzerte werden gemeinsam mit diesem renommierten Pianisten und Pädagogen und einem seiner herausragenden Studierenden realisiert.
Ein zentrales Anliegen des Festivals ist auch die aktive Pflege der Erinnerungskultur. So sind die Konzerte im Horváth-Zentrum (im Areal der ehemaligen KZ-Außenstelle Walldorf) für alle Beteiligten von besonderer Bedeutung. 2025 spielten Frau Chelova und Prof. Gruzman Musikstücke jüdischer Komponisten, die in Theresienstadt inhaftiert und später in Auschwitz-Birkenau ermordet wurden.
Die Frankfurterin Erica Ludolph war eine überzeugte Gegnerin des Nazi-Regimes. Heimlich unterstützte sie jüdische Familien mit Lebensmitteln oder auch Geld für eine geplante Ausreise. Dafür fand sie glücklicherweise Unterstützer und Helfer im Kreis der Bekennenden Kirche.
Unter großen Ängsten begleitete sie zum Beispiel die jüdische Mutter einer Freundin bei ihrer Flucht vor der Deportation ins KZ.
Mit gefälschtem Pass arbeitete sie zudem für französische Kriegsgefangene als Kurierin. Sie brachte Briefe und Informationen in deren Heimat. Doch eines Tages wurde sie denunziert und von der Gestapo vorgeladen. Obwohl ihr bei Wiederholung das KZ drohte, arbeitete sie auch weiterhin im Widerstand.
Nach dem Krieg studierte sie in den USA, arbeitete für die evangelische Kirche in Frankfurt, London, Wien und Sizilien. Sie setzte sich dabei immer für Flüchtlinge, Notleidende und Minderheiten ein.
Über ihr Leben voller Engagement schwieg sie beharrlich, hatte sie doch das Gefühl, nicht genug getan zu haben. Nur wenn man sie ausdrücklich fragte, sprach sie darüber.
Dies taten Petra Bonavita und Dieter Maier. So durften die Beiden nach Ludolphs Tod auch ihre Tagbücher und Dokumente auswerten. So entstand das Buch: Erica Ludolph. Judenretterin und Widerstandskämpferin.
Ihre in vier Sprachen geschriebenen Tagebücher zeigen sie als eine gebildete Weltbürgerin, die von Ängsten verfolgt war. Freundinnen hatten mit ihr darüber diskutiert, ihr Leben aufzuschreiben. Sie spielte mit diesem Gedanken. Dazu kam es aber nicht.
Bonavita und Maier lassen sie weitgehend mit ihren in den Tagebüchern hinterlassenen Worten sprechen.
Dieses Buch ist die erste Biografie über Erica Ludolph. Gezeichnet wird darin ein ebenso eindrückliches wie detailliertes Mosaik einer Epoche, deren Einfluss bis zur heutigen Zeit nachwirkt. Was sie und andere getan haben, ist beispielhaft: Auch unter extremen Bedingungen ist Widerstand möglich.
Márta Radnai — die Geschichte einer jungen ungarischen Jüdin.
Eine Kooperation unserer Stiftung mit der Musikschule Frankfurt
Márta Radnai war 19 Jahre alt, als sie — durch die eigene Flucht aus dem Todesmarsch — im April 1945 wieder ein freier Mensch wurde. Doch ihre Familie wurde in Auschwitz-Birkenau ermordet. Sie ging nicht zurück in ihre Heimatstadt Cluj, sondern strandete nun förmlich in Belgien und heiratete in Brüssel einen aktiven Widerstandskämpfer, der aber 1944 auch nach Auschwitz deportiert worden war.
Márta Radnai war im Laufe von elf Monaten in sechs verschiedenen Konzentrationslagern und Außenstellen — u.a. im Herbst 1944 auch in der KZ-Außenstelle Walldorf, um auf dem Gelände des Frankfurter Flughafens erste betonierte Rollbahnen zu bauen.
Aus einem eindrucksvollen Interview, das sie 1996 der belgischen Auschwitz Stiftung gab, werden Texte gelesen, Fotografien gezeigt und das “Salonorchester con brio” unter der Leitung von Markus Rölz spielt in verschiedenen Passagen “Lebensmelodien” und einzelne andere Kompositionen ergänzend zum Text.
Die Texte werden gelesen von Mitwirkenden unserer Stiftung: Anne Gnadt, Cornelia Rühlig, Lea Anthes, Nikolett Burd, Jule Göbel und Sanja Jankovic.
Der bekannte Schauspieler Roman Knižka liest Texte und Erinnerungen an das Ghetto Theresienstadt.
Das Bläserquintett Opus 45 (Mitglieder der Hamburgischen Staatsoper, Dresdner Philharmonie u.a.) spielen Musik von Komponisten, die in Theresienstadt inhaftiert waren.
40–50 Schüler*innen der Bertha-von-Suttner-Schule übernehmen den Sprechchor aus der Kinderoper “Brundibar”, die in Theresienstadt über 50 mal aufgeführt wurde.
Und Edith Erbrich, die als siebenjähriges Kind von Frankfurt nach Theresienstadt deportiert wurde, spricht über ihre eigenen Erinnerungen an dieses Ghetto.
Samstag, 25 April 2026, 19 Uhr im Horváth-Zentrum
(mit Pause)
Fam.-Jürges-Weg 1, 64546 Mörfelden-Walldorf
141.000 Jüdinnen und Juden waren von 1941 bis1945 in Theresienstadt inhaftiert — darunter 15.000 Kinder — nur 132 von ihnen überlebten.
Wir danken der “Partnerschaft für Demokratie”/Bundesprogramm “Demokratie leben” für finanzielle Förderung.
Gespräche mit einem Thüringer Leistungskurs “Sozialkunde” — im sog. Fish Bowl-Format, Nov. 2025
Der Einstieg in das mehrmonatige Projekt begann mit Vorträgen und Gesprächen zum Thema “Rechtsextremismus” sowie zur “AfD und die gesellschaftliche Mitte”, mit einer Fahrt zum “Point Alpha” (ehemalige deutsch-deutsche Grenze), dem Besuch der Großmarkthalle Frankfurt (Deportationsort der Frankfurter Jüdinnen und Juden), einer Führung an der KZ-Außenstelle Walldorf mit einem dort anschließenden “Shabbes-Abend” und Gesprächen zur jüdischen Kultur und Aspekten des Antisemitismus heute. Zusätzlich wurden Texte zu Demokratie und Diktatur gelesen, das Grundgesetz und der Begriff “Freiheit” diskutiert. Auf dieser Grundlage fuhr die Projektgruppe eine Woche in Thüringens Landeshauptstadt Erfurt, um dort mit verschiedenen Fachleuten zu unseren Themen zu sprechen: Mitarbeiter*innen der Beratungsstelle für Opfer rechter Gewalt, Flüchtlingsrat, Migrations– und Integrationszentrum, aber auch der Besuch eines ehemaligen Stasi-Gefängnisses, der Gedenkstätte Andreasstraße, Gespräche mit Zeitzeugen (Friedliche Revolution und ehem. Häftling) etc. Die Schüler*innen werden vielfältig davon berichten.
Sonntag 25. Januar 2026, 16 Uhr im Horváth-Zentrum
Eine gemeinsame Veranstaltung mit der christlich– jüdischen Gesellschaft Frankfurt
Musikalische Umrahmung; Irith Gabriely
Márta Radnai war 19 Jahre alt, als sie in der KZ-Außenstelle Walldorf inhaftiert war. Kurz vor ihrer Deportation im Mai 1944 legte sie in Kolozsvár noch ihr Abitur ab. Sie liebte die ungarische Lyrik; ihr Jugendtraum war es, ungarische Literatur zu studieren und eines Tages zu lehren.
Doch dazu kam es nie.
Sie wurde in sechs verschiedene Konzentrationslager deportiert. Nach ihrer Befreiung lebte sie in Brüssel, heiratete einen jüdischen Widerstandskämpfer, der ebenfalls in verschiedene Konzentrationslager deportiert worden war — wie sie zunächst nach Auschwitz.
1996 gab sie der belgischen Auschwitz-Stiftung ein eindrucksvolles Interview, das nun der Hauptbestandteil dieses Buches ist — vielfältig ergänzt durch historische Hintergrundinformation zur damaligen Situation in Rumänien und Ungarn, zu Fragen der Integration und Ausgrenzung, der Rolle des Judenrates und auch zu Aspekten der Erinnerung von Holocaustüberlebenden.
Die Präsentation des deutschen Textes übernehmen Anne Gnadt und Cornelia Rühlig, Autorin des Buches.
Das Buch (124 S., reich bebildert) wird herausgegeben von unserer Stiftung in Kooperation mit der belgischen Auschwitz-Stiftung.
Im Mai 2026 soll es in französischer und englischer Sprache in Brüssel gemeinsam von uns präsentiert werden.
Die deutsche Edition ist bei der Margit-Horváth-Stiftung erhältlich unter info@margit-horvath.de, in den örtlichen Museen oder zu bestellen unter der ISBN-Nr.: 978–3-9825885–1-3. Verkaufspreis: 20.- €
der wohl kompetenteste Iran-Journalist und Buchautor im Rhein-Main-Gebiet
Moderation: Ulrike Holler
Sonntag, den 18. Januar 2026, 16 Uhr
Ort: Horváth-Zentrum, Familie-Jürges-Weg 1
64546 Mörfelden-Walldorf
Ali Chamenei verkündet die totale Repression
Seit Beginn der landesweiten Proteste im Iran meldete sich der mächtigste Mann Landes zweimal aus seinem Versteck.
Am 13. Tag nach den großen Demonstrationen in allen Großstädten des Landes gab es bei ihm einen Tonwechsel: Dies war das Ende der Differenzierung und angeblicher Dialogbereitschaft.
Die Phase der Unterscheidung zwischen „Demonstrierenden“ und „Randalierern“ war nun verbal beendet. Alle Protestierenden erklärte Chamenei zu „Schädlingen“, die man hart bekämpfen müsse. Er sendete damit eine klare Botschaft an die Sicherheitsorgane: Ihr habt nun genug Handlungsspielraum für harte und flächendeckende Repression.
Sein Regime steht unter massivem Druck aus dem Inneren ebenso wie aus dem Ausland. Deshalb erteilte er einen finalen Befehl zum gewaltsamen Vorgehen für eine „heilige Verteidigung“.
Kurz vor dieser Ansprache wurde das Internet im ganzen Land völlig abgeschaltet.
Telefonate in den Iran sind seitdem nicht mehr möglich. Flugverbindungen nach und aus Teheran sind unterbrochen.
Wie viele Todesopfer, Verletzte und Festnahmen es gegeben hat, lässt sich nun nicht mehr beziffern.
Es ist ein Aufstand gegen die zunehmende Armut und eine umfassende politische Unterdrückung, die von einer überwiegenden Mehrheit der iranischen Bevölkerung unterstützt wird.
Die Islamische Republik hat seit ihrem Bestehen vor vier Dekaden mehrere große Protestwellen erlebt, doch die jüngste unterscheidet sich von den vorangegangenen in vielerlei Hinsicht.
Wohin geht dieser sogenannte islamische Gottesstaat? Wie lange kann sich der 86-jährige Herrscher noch halten?
Welche Szenarien sind für die Zukunft denkbar?
Diese Fragen wollen wir in unserer Veranstaltung am 18. Januar um 16 Uhr im Horváth-Zentrum mit dem bekannten Journalisten und Buchautor Ali Sadrzadeh zu beantworten versuchen.
Die Pianisten Olga Chelova und Grigory Gruzman spielen m Rahmen des “Mörfelder Musikfestivals” und der „Interkulturellen Wochen“ im Horváth-Zentrum Werke von Komponisten, die in Auschwitz 1944 ermordet wurden:
Pavel Haas (1899–1944): Der in Brünn geborene tschechische Komponist ist ein bedeutender Schüler von Leos Janácek. Seine Kompositionen reichen von der Romantik über Jugendstil bis hin zur Folklore. 1941 wird Haas ins Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort komponierte er u.a. seine „Studie für Streichorchester“ oder auch die „Vier Lieder nach den Worten chinesischer Poesie“. 1944 wird er in den Gaskammern des KZ Auschwitz umgebracht.
Gideon Klein (1919–1945): Der tschechische Komponist besuchte seit dem 12. Lebensjahr das Konservatorium in Prag mit hervorragendem Abschluss 1939 am Klavier. Nach seiner Deportation nach Theresienstadt hatte er als Pianist und Komponist wesentlichen Einfluss auf die Musik im Ghetto. Im Alter von 25 Jahren wird er nach Auschwitz deportiert und ermordet.
Hans Krása (1899–1944): Der in Prag geborene Hans Krása lernt schon als Kind Klavier und Violine und studiert an der Deutschen Akademie für Musik und darstellende Kunst. Mit den Orchesterliedern op.1 nach Texten von Christian Morgenstern erlebt er 1921 seinen ersten Erfolg als Komponist. Seine berühmte Kinderoper “Brundibär” wird wegen Ausbruchs des Zweiten Weltkrieges erstmals 1941 in einem Waisenhaus nur privat gespielt. 1942 deportierte man Krása ins Ghetto Theresienstadt. Dort wird „Brundibär“ von KZ-Häftlingen über 50 x aufgeführt. 1944 wird Krása zusammen mit Pavel Haas und Viktor Ullmann nach Auschwitz deportiert und ermordet.
Viktor Ullmann (1898–1944): Er ist in Teschen (Polen) geboren, besucht ab 1909 das Gymnasium in Wien und nimmt 1918 am Arnold Schönbergs Kompositions-Seminar teil. Er ist ein ausgezeichneter Pianist. Große Aufmerksamkeit erfährt er 1929 mit Schönberg-Variationen beim Genfer Musikfest der Gesellschaft für neue Musik. 1942 wird Ullmann ins Ghetto Theresienstadt deportiert; auch dort komponiert er sehr viel. Am 16. Oktober 1944 kommt er nach Auschwitz und wird ermordet.
Fotos von der Veranstaltung: Prof. Grigory Gruzman und Olga Chelova — Pressebericht
Ein Radioprojekt mit Schüler*innen der Frankfurter Bürgermeister-Grimm-Schule.
Die Teilnehmer*innen der Projektwoche im Schulgelände vor einer Sprechprobe. Foto: priv.
Am Morgen des 2. Juni 2025 begann die Projektwoche. Die Kinder erzählen von ihren Hobbies, beschäftigen sich mit den Kinderrechten, entwickeln eigene Stichwörter dazu, um sich klar zu machen, was ein einzelnes Recht praktisch bedeutet. Auf einem großen Blatt malen sie Dinge, von denen sie träumen. Mit dem Frankfurter Rapper Brian Hüchtebrock werden die Kinder im Laufe der Woche eigene Texte für einen Rap-Song schreiben.
Kinder und Jugendliche zeichnen auf einem großen Blatt ihre eigenen Wünsche und Träume. Foto: priv.
Diese einzelnen Teile werden anschließend zu einem Rap zusammengesetzt plus einem Refrain, bei dem im Hintergrund mehrere wie ein Chor singen.
Was sich hier einfach anhört, ist alles andere als das: Welches Thema soll ich wählen? Acht Zeilen sollen es sein. Sie sollen sich reimen. Alles muss im Rhythmus zu dem Beat passen, den der Rapper Brian mitgebracht hat. — Einzelne versuchen sich spontan gleich daran. Sie hören in ihrer Freizeit viel Rap, haben den Rhytmus und viele Liedtexte intus. Wer selbst nicht schreiben kann und vielleicht auch nur schwer lesen, ist im Texten alles andere als geübt und vertraut. Die Bürgermeister-Grimm-Schule ist eine Förderschule. Der jüngste Teilnehmer im Projekt ist 10 Jahre alt.
Die 15-jährige Ilary beim Texten. Sie hört in ihrer Freizeit gerne englischen und italienischen Rap. Foto: priv.
Die Lehrerinnen Ellen Reimann, Caro Cortese, die Referendarin Natalie Taveras und Sozialassistentinnen bieten Hilfe an, notieren die Gedanken der Kinder und sprechen zugleich nun im Konkreten über die Zusammenhänge zwischen eigenen Nöten, Träumen, Wünschen und dem Inhalt der diesjährigen Kinderrechte: Das Recht auf Leben und das Recht auf Unterstützung dort, wo sie für wichtige Dinge gebraucht wird.
An den folgenden Tagen wird weiter am Text gearbeitet, die Reime verbessert, schließlich ein erstes Mal vor der Gruppe vorgesungen. Zu Brian haben die Kinder Vertrauen entwickelt. Sie freuen sich, wenn er sich für sie Zeit nimmt, nehmen Anregungen auf und haben erstaunlicherweise auch keine Scheu, nun ihre Raptexte vorzutragen.
Angelo überarbeitet mit dem Rapper Brian erste Textentwürfe. Gemeinsam probieren sie, ob dies auch zum Rhythmus des Beat passt. Foto: priv.
Unser Ziel war es, innerhalb einer Woche ein gemeinsames Produkt — ihren Rap-Song zu erarbeiten und aufzunehmen.
Freitag, 6. Juni, an unserem letzten Projekttag, waren wir im Studio von RadioX, erzählten in einer einstündigen Live-Sendung von der Arbeit und Entwicklung unseres Projektes, wer wir sind, warum wir gerne rappen …
RadioX können Sie hier in der Region auf UKW 91,8 hören. Eine Woche ist die Sendung in deren Mediathek eingestellt.
Die Margit-Horváth-Stiftung unterstützte dieses Projekt sehr gerne. Cornelia Rühlig, Vorsitzende der Stiftung, bereitete mit den Kindern und Jugendlichen die Radiosendung vor und moderierte am 6. Juni 2025.
RadioX Sendung vom 6. Juni 2025: Eigene Raps zu Kinderrechten und Interviews mit allen Beteiligten
Im November 2024 führten wir mit Oberstufenschüler*innen in Stockholm ein einwöchtiges Projekt durch.
Einige der Teilnehmer*innen legten in den letzten Monaten ihr Abitur ab. Nun aber präsentieren sie gerne bei uns im Horváth-Zentrum ihre Eindrücke und Erfahrungen:
Schweden - welche Rolle spielte es im Zweiten Weltkrieg? Man sagt, das Land sei “neutral” gewesen. Was aber heißt das?
Und was entwickelt sich heute in Schweden?
Welchen Einfluss hat die rechtspopulistische Partei der “Schwedendemokraten”?
Welche Politik gibt es heute bzgl. der Migrant*innen?
Donnerstag, den 15. Mai 2025 um 18:30im Horváth-Zentrum
werden die Oberstufenschüler*inne ihre Ergebnisse und Eindrücke von diesem Projekt in Schweden präsentieren.
Wir bedanken uns sehr herzlich bei dem Lions Club Frankfurt Goethestadt, dass sie dieses Projekt großzügig bezuschusst und damit auch erst möglich gemacht haben. Finanziert haben sie vor allem ein Denkmal, das wir entwickelt und gemeinsam in Schweden eröffnet haben — am Standort eines ehemaligen Internierungslagers, in dem u.a. Herbert Wehner und Immanuel Birnbaum inhaftiert waren und das später als ein erstes Auffanglager für ehemalige KZ-Häftlinge genutzt wurde — so auch für einige junge ungarische Jüdinnen, die 1944 in der KZ-Außenstelle Walldorf waren.
Unser herzlicher Dank gilt zugleich nochmals auch der “Fachstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus” in Groß-Gerau. Sie haben dieses Schüler*innenprojekt ebenfalls großzügig unterstützt.
Die Bertha-von-Suttner-Schule förderte das Projekt im Rahmen ihres Europa-Schulprogrammes.
Engagiert und mit viel Eigeninteresse beschäftigten sich die Schüler*innen mit den verschiedenen Fragestellungen unserer Thematik. Die Schüler*innen der Bertha von Suttner Schule, der Prälat-Diehl-Schule und der Ricarda-Huch-Schule werden an diesem Abend ihre vielfältigen Eindrücke und Erfahrungen in anschaulicher Form dem Publikum vorstellen und gerne darüber diskutieren.
Das Horváth-Zentrum in Walldorf ist Sitz der Margit-Horvath-Stiftung.
Olga Chelova und Prof. Gruzmann bei ihrem Konzert im Horváth-Zentrum 2025. Fot.: priv.
Erschienen im April 2026 im Schmetterling Verlag, 288 Seiten. Das Buch wird nach der Veranstaltung zum Kauf angeboten (25.- €). Auf Wunsch wird der Autor auch gerne signieren.
Márta Radnai — die Geschichte einer jungen ungarischen Jüdin. Eine Publikation (124 S., 2025) der Margit-Horváth-Stung und der Auschwitz Stiftung Belgien.
Die Eröffnung der Veranstaltung im Horváth-Zentrum durch Cornelia Rühlig.
Roman Knizka rezitert Texte aus dem Ghetto Theresienstadt. Fot.: priv.
Schüler*innen zeigen nach ihrem Sprechchor aus der Kinderoper “Brundibar” Namen der Kinder aus Theresienstadt, die wenig später in Auschwitz-Birkenau ermordet wurden.
Edith Erbrich beantwortet zahlreiche Fragen aus dem Publikum zu ihren Erinnerungen an Theresienstadt
Gespräche in unserer Erfurt Unterkunft nach einem umfangreichen Tagesprogramm.
Unser großer Dank gilt der “Partnerschaft für Demokratie!”
Der gelbe Stern des Halbbruders von Márta Radnai.
V.l.n.r.: Claude und Hélène, die Kinder von Márta Radnai und Hélènes Tochter Anne.
Das Logo der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit e.V.
Ali Sadrezadeh, in Estahbant geboren, aebeitete für dpa, die Frankfurter Rundschau und viele Jahre auch für den HR.
Das neueste Buch von Ali Sadrzadeh, erschienen 2025 im Kohlhammer Verlag.
Komponist Pavel Haas (1899–1944). Aus. wikipedia.
Komponist Gideon Klein (1919–1945) Aus: wikipedia.
Komponist Hans Krása (1899–1944). Aus: wikipedia.
Das Frankfurter Kinderbüro fördert und unterstützt seit 30 Jahren zahlreiche Anliegen und Bedürfnisse von Kindern.
Brian mit den Kindern und Jugendlichen in unserem “Tonstudio” im Keller der Schule. Foto: priv.
Brian mit den Kindern und Jugendlichen in unserem “Tonstudio” im Keller der Schule. Foto: priv.
Stephan und Frau Cortese nehmen gemeinsam den Refrain auf. Foto: priv.
Brian nimmt in den Kellerräumen der Schule die Kinder einzeln mit ihren Rapsongs auf. Foto: priv.
Stephen ist erst in der zweiten Klasse, hat aber ein erstaunlich gutes Rhythmusgefühl. Foto: priv.
Die Bürgrmeister-Grimm-Schule liegt im Gallusviertel der stadt Frankfurt. Sie hat den Förderschwerpunkt Lernen.
Jüdisches Museum Stockholm — es befindet sich in der ältesten Synagoge Schwedens. Foto: priv.
Denkmal “Das offene Buch”, das wir zur Geschichte des früheren Internierungslagers entwickelten und gemeinsam eröffneten. Im Hintergrund das frühere Hauptgebäude des Lagers,. Foto_ priv.
Die Projektgruppe im “Fryshuset”, einem eindrucksvollen Zentrum für Jugendliche mit Migrationshintergrund.
Gerhard Bökel während seiner detaillreichen, in der Sache erschütternden und faszinierend vorgetragenen Ausführungen im Horváth-Zentrum. Foto: priv.
Ulrike Holler und Gerhard Bökel im Podiumsgespräch, — das Horváth-Zentrum war dicht gefüllt, das Publikum tief beeindruckt und erschüttert — nicht zuletzt von der Existenz der “Zentralen Rechtsstelle” von Bundesministerien, die in der Nachkriegszeit NS-Täter beriet und Informationen untereinander koordinierte.
Mutter Teresa, 1986. Aus: wikipedia
“Gauland” von O. Sundermeyer, C.H. Beck Verlag, 2018
“Nie wieder ist jetzt.”
Dr. Franz Horváth, unser Referent für diese Veranstaltung, unterrichtet Geschichte an einem Rüsselsheimer Gymnasium.,
Die Denkbar ist ein Ort der kulturellen Vielfalt, der Begegnung und des Austausches über Themen aus Philosophie, Literatur, Musik, Film, Bildende und Darstellende Kunst sowie aktuelle politische Diskussionen.
Blick aus dem Zimmer 405 im serbischen Flüchtlingscamp Montevideo. Dieses Land wieder zu verlassen, war ihr damals eigentlich untersagt.
Das DGB Bildungswerk Hessen geht es um ein ganzheitliches Erfassen von Gesellschaft und nicht um eine Bildung, die von Begriffen wie Konkurrenz, Wettbewerbsfähigkeit und Profitmaximierung geleitet wird.
Ágnes Bühel, geb. 1926. Zusammen mit ihrer Schwester Rózsi wurde sie von Auschwitz nach Walldorf deportiert.
Während einer größeren Erkrankung 1977 schrieb Magda Hollander-Lafon ihr erstes Buch, in dem sie Aspekte ihrer Erfahrungen in den KZs beschreibt.
Magda Hollander-Lafon ca. zwei Jahre nach der Befreiung; ca. 1947
Soufle sur la braise, veröffentlicht 1997.
Vier Stückchen Brot von Magda Hollander-Lafon, 2013.
Maria Pourbakhshi hat 2023 ihr Examen als Krankenschwester abgelegt.
1944 war Alice Lipmann 24 Jahre. Sie musste an den Loren arbeiten von morgens bis abends.
Christian Felten schlägt mit dem Hammer die größten Beulen aus der Lore.
Schüler*innen bürsten sorgfältig den Rost von der Lore.
Friederike Fechner am Cello
Frau Fechner während ihres Vortrages Im Horváth-Zentrum.
Mit der Ricarda-Huch-Schule in Dreieich arbeiten wir seit Jahren eng zusammen, haben daher auch bereits einen sehr gut funktionierenden Kooperationsvertrag mit ihr geschlossen.
Auch mit der Dreieich-Schule Langen gibt es jeden Jahr viele gute gemeinsame Projekte zum Thema Geschichte und Fragen der Diskriminierung heute.
Und die Bertha-von-Suttner-Schule in Mörfelden-Walldorf liegt uns natürlich ganz besonders am Herzen. Seit Jahrzehnten sind wir miteinander verbunden.
Sabi Uskhi, ein außergewöhnlich engagierter Mann, verkörpert förmlich die StreetAngel. Er war der Initiator und ist heute noch Motor dieser phantastischen Organisation „StreetAngel.“ Er ist eigentlich hauptberuflich Personal Trainer und Heilpraktiker. Die „StreetAngel“ organisiert er und seine Crew „nebenbei“.
Vasilios Tsarouchas, ehemals Obdachloser, heute in tragender Funktion bei den “StreetAngel” — bei der Lagerverwaltung, der Verteilung der Essen und vielen anderen Arbeiten. Er und Sabi gingen einst in die gleiche Grundschulklasse. Ein großes Vertrauen verbindet die Beiden.
“Unmenschlichkeit beginnt mit Worten” — Transparent zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938
Gedenktafel der Frankfurter Festhalle in Erinnerung an die 3.000 Juden, die im November 1938 dort festgealten und misshandelt wurden.
Der Workshop findet im Rahmen des Frankfurter Kinderbüros “Stadt der Kinder”. Wir bedanken uns sehr herzlich für für ihre ideelle und fananzielle Unterstützung.
Barbara Englert (geb. 1960 in Frankfurt) ist Regisseurin, Schauspielerin und Autorin. In mehreren Projekten erarbeitete sie sehr erfolgreich mit sog. Bildungsfernen Jugendlichen klassische Theaterstücke.
Nina Grünfeld, Autorin des Buches. Sie lebt in Oslo, ist Filmregisseurin und Professorin an der Fachhochschule.
Berthold Grünfeld, Fridas Sohn und Ninas Vater. Er besaß kein Foto von seiner Mutter, erinnerte sich nur sehr schemenhaft an ihr Aussehen. Er wusste nichts von ihrer KZ-Haft, vermutete, dass sie als Jüdin ermordet wurde. Doch er wusste nichts.
Unterschrift von Frida Grünfeld; ihren Vornamen hat sie selbst ins Tschechische übertragen. Erst nach jahrelangem Suchen fand Nina diese authentische Spur ihrer Großmutter in einem Polizeiprotokoll. Eine Reproduktion davon befindet sich heute neben der Eingangstüre des Horváth-Zentrums.
Startseite des “World University Service”, abergerufen 2. August 2022
“Die Taliban müssen die Rechte von Frauen anerkennen” und “Gleichheit für Männer und Frauen führt zur Entwicklung von Afghanistan” und rechts “Brot, Arbeit, Freiheit, politische Beteiligung” steht auf den Plakaten dieser afghanischen Frauen. Mutig demonstrieren sie in Kabul , Oktober 2021.
Márta Radnai,1946
Postkarte von Kolozsvár (rumän. Cluj), 1940/41
Links (mit Türmen): die neologe (reformerische) Synagoge von Cluj. Dieser Gemeinde gehörte auch Márta an.
Hexenverbrennung in Derenburg am Harz. Illustration aus Flugblatt, Nürnberg, 1555.
Peter Gbiorczyk: Zauberglaube und Hexenprozesse in der Grafschaft Hanau-Münzenberg im 16. und 17. Jahrhundert, Düren 2021
Malak, 10 Jahre alt, während eines Kinderfestes im Kinderhaus Griesheim, 1. Juni 2022.
Sara, 9 Jahre alt, Schülerin der dritten Klasse der Boehle Schule in Griesheim.
Hiba während eines Tanzes beim Kinderfest im Kinderhaus Griesheim, 1. Juni 2022.
Katrin Himmler beginnt ihre Präsentation “Rassismus ohne Rassen” (Ethnopluralismus).
Unser Horváth Zentrum, der Ort der Veranstaltung.
“Himmler privat — Briefe eines Massenmörders” von Katrin Himmler und Michael Wildt, 2016.
Heinrich Heine (1797–1856), Gemälde von Moritz David Oppenheim, 1831. Berühmt ist sein Zitat: “Das war ein Vorspiel nur. Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.” Heine formulierte dies im frühen 19. Jh. in Bezug auf die Verbrennung des Koran und anderer arabischer Schriften in Spanien.
Die 12-jährige Trude wurde in Sobibor ermordet. Ihr gehörte die Puppe.
Ein niederländischer Judenstern auf den Gleisen, die in der Ausstellung zum Aschehügel von Sobibor führen.
Eva Szepesi während ihrer Lesung am 27. Januar im Horváth Zentrum. Als 12 jährige wurde sie in Auschwitz befreit.
Salmen Gradowski war im KZ Auschwitz-Birkenau Mitglied des Sonderkommandos. Er schrieb über die Arbeit, die er in den Gaskammern und Krematorien leisten musste.
Mit einem Lastwagen wurden 34 junge Frauen der KZ Außenstelle Walldorf Anfang Oktober 1944 abtransportiert und erschossen. Namenskarten mit biografischen Details erinnern zwischen den alten Backsteinen des Lagers an jede Einzelne von ihnen.
Agnes Bühel war 18 Jahre alt, als sie in Walldorf inhaftiert war.
Ihre Schwester Rózsi war damals ebenfalls hier inhaftiert. Beide gingen nach der Befreiung zurück in ihre Heimatstadt Budapest.
Fingerabdruck von Frida Grünfeld. Sie wurde kurz vor der Befreiung des KZ Ravensbrück getötet. Von ihr existiert kein Foto — nur dieser Fingerabdruck. Ihre Enkelin fand ihn nach 15-jähriger Suche in einem Archiv.
Voltaire mit dem berühmten, ihn charakterisierenden Zitat: „Er löste von den Augen der Völker die Bande des Irrtums.” Die persönlichen Statements finden Sie hier.
Die jüd. Volkshochschule Frankfurt bietet Hebräisch– und Jiddisch-Sprachkurse an, Seminare über jüd. Religionsphilosophie, Koch– und Tanzkurse sowie zahlreiche Ausflüge und online-Gespräche.
Der Frankfurter Lehrer Roberto Fabian leitet die jüd. Volkshochschule und moderiert auch die hier angekündigten online-Gespräche.
TuS Makkabi ist einer der größten Sportvereine Frankfurts mit über 2.000 aktiven jüdischen und nichtjüdischen Mitgliedern in 25 Abteilungen.
Diese aus unserer Sicht exzellente Homepage benannt zahlreiche konkrete Beispiele, wie man auf antisemitische Äußerungen im Alltag reagieren kann. Erarbeitet wurde sie von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius in Kooperation mit vielen anderen Organisationen.
Melden Sie Hass-Kommentare, die Sie im Internet Finden. Die Horváth-Stiftung unterstützt dieses Programm des Hess. Innenministeriums und einiger NGOs. Funktioniert schnell und einfach — Das Meldeformular finden Sie hier. Grundsätzliches zu diesem Programm in diesem Clip oder auch hier
Veranstalter ist die Margit-Horváth-Stiftung in Kooperation mit:
Bernhard Brehl (1941 — 2020) “Er war eine beeindruckende Persönlichkeit,” beschreibt ihn die Journalistin Ursula Friedrich.
B. Brehl spricht vor dem Abschiedsessen mit ehem. Inhaftierten der KZ-Außenstelle Walldorf und deren Angehörigen, 2014
“Der Optimismus bleibt verhalten.“ Aus: Freitags-Anzeiger vom 26. Sept. 2019
“Eine Abschiebung ist unverantwortlich.“ Aus: Frankfurter Neue Presse vom 24. Sept. 2019
Wir überlassen der Neuen Rechten weder die öffentlichen Räume noch den öffentlichen Diskurs” — ein zentraler Slogan der Organisation “Achtsegel”.
Logo der Organisation “Achtsegel”, die vor allem Strategien gegen Hate-speech und rechtspopulistische Propaganda im Netz entwickeln.
Die Autobiographie des Obdachlosen Richard Brox wurde zum Bestseller.
Eleanor Roosevelt, Aktivistin und engagierte Mitverfasserin der Menschenrechtserklärung. Am 10. Dez. 1948 verkündete sie in Paris, dass die Menschenrechtserklärung angenommen sei und diese nun “für Millionen von Menschen Hilfe, Wegweiser und Inspiration sein würde.” Aus: wikipedia.
Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Aus: wikipedia.
Lea Anthes bei den Vorbereitungen des Besuchs im Horváth-Zentrum.
Eingeladen zu diesem Besuch waren unsererseits Menschen, mit denen wir in den letzten Jahren intensiv er zusammen“wirkten.”
Cornelia Rühlig skizziert kurz die Biographien einzelner ehem. Inhaftierter des Walldorfer Lagers und verweist dabei u.a. auch auf die beiden Fotos von Miriam Heller — im Dezember 1942 ein optimistisches, hübsches 15-jähriges Mädchen, auf dem Foto 2,5 Jahre später im Juni 1945 sieht man sie als völlig gebrochene junge Frau.
Myriam Andres, Geschichtslehrerin der Ricarda-Huch-Schule Dreieich, spricht über zahlreiche Projekte, die sie mit ihren Schüler*innen bei der Horváth-Stiftung durchführte — darunter auch mehrfach Ausgrabungsarbeiten des nun überbauten Küchenkellers (Horváth-Zentrum).
Björn Hamburger, Geschichtslehrer und Oberstufenleiter der Bertha-von-Suttner-Schule Mörfelden-Walldorf, betont die besondere Bedeutung, die dieser historische Ort für seine Schule und seine Schüler*innen besitzt. Diese Wirkung könne mit keinem Lehrbuch und in keinem Schulzimmer erreicht werden.
Anisa Dönmez spricht über das internationale Radioprojekt, an dem sie teilnahm: Jugendkultur in Teheran.
Es war mutig von der 15-jährigen Schülerin aus uito, dass sie bei dieser Veranstaltung spontan ihre Grundhaltung öffentlich formulierte. Dies war ihr aber — trotz der eigenen Scheu — ein großes Anliegen.
Gleichzeitig wurde die Tafel 14 am alten Standort wieder neu aufgestellt. Beschrieben wird auf dieser Tafel, wie zerstört viele der jungen KZ-Häftlinge am Ende des Krieges, am Tage der Befreiung waren. “Ich meine, wir waren im Inneren wie tot …” sagt die damals 16-jährige Szidónia Rosenberg.